Der Fliegerstammtisch findet monatlich, in der Regel an jedem letzten Samstag des Monats,                um 14:00 Uhr statt.

Wir treffen uns in der "Gaststätte am Flugzeug", Hauptstraße 104 B, 09544 Neuhausen                        OT Cämmerswalde. 

 

Alle Luftfahrtinteressierten sind herzlich eingeladen!

 

Nähere Informationen erhaltet Ihr von den Kontaktpersonen. 


Nächster Fliegerstammtisch:

Veranstaltung fällt aus!                    28. März 2020, 14:00 Uhr             Ort: "Gaststätte am Flugzeug"

Aufgrund der Maßnahmen zum Coronavirusschutz wurde das Thema auf den 27.06.2020 verschoben.


Deutsche Spuren in der sowjetischen Luftfahrtgeschichte


1939 entfesselte Deutschland den Zweiten Weltkrieg, der Tod und Zerstörung den Ländern Europas brachte. Mit den Kämpfen um Moskau 1941 / 1942 und Stalingrad 1942 kam die Wende im Krieg. Ab 1943 warf die Rote Armee die deutschen militärischen Einheiten bis Berlin zurück. Mit der Landung in Sizilien 1943 und in Südfrankreich 1944 begann auch der Vormarsch der westlichen Alliierten in Richtung Deutschland. Erbeutete deutsche Technik wurde detailliert untersucht und in die jeweiligen Länder verbracht. Des Weiteren wurde nach deutschen Spezialisten gefahndet.

Im Fokus stand besonders die deutsche Luftfahrt, welche bis dato als die Fortschrittlichste galt.

Die USA brachten die Technik, Produktionsmuster, Dokumentationen und wichtige Personen sehr schnell in ihr Land. Darunter befand sich auch vertragswidrig das Potenzial, was 1945 in den US-amerikanisch besetzten deutschen Gebieten, welche nach dem Vertrag von Jalta als Besatzungszone an die UdSSR fallen würde, vorgefunden wurde.

Die Sowjetunion begann 1945 in ihrer Besatzungszone Produktionsstätten, Versuchsanlagen und Konstruktionsbüros mit dem Ziel wieder herzustellen, Projekte der deutschen Luftfahrtindustrie fortzusetzen und neue zu beginnen. Da dies den alliierten Verträgen über das Verbot einer Luftfahrtproduktion auf deutschem Boden widersprach, erfolgte alles unter strengster Geheimhaltung. Allerdings können solche Großprojekte nicht absolut geheim gehalten werden. Unter dem Druck der Westmächte beschloss der Alliierte Kontrollrat am

29. April 1946 die Auflösung aller militärischen Forschungsstätten in Deutschland. Die USA hatte zu diesem Zeitpunkt alles Interessante schon nach Übersee transportiert. Die Sowjetunion musste schnell handeln. Die gesamte Technik wurde in die UdSSR verlagert. Für die Nutzung und Weiterentwicklung dieser Technik benötigte die sowjetische Seite weiter die deutschen Spezialisten. Um ein Abwandern dieser in den westlichen Teil Deutschlands zu verhindern, erfolgte die Deportation der ca. 2 200 Spezialisten am 22. Oktober 1946 in einer geheimen Operation. Jeder konnte seine Familie und persönliche Dinge ohne Einschränkungen mitnehmen.

In der Sowjetunion wurden in Deutschland begonnene Projekte fortgeführt und neue entwickelt. Zu den Projekten zählten Flugzeuge mit Turbinenluftstrahltriebwerken, experimentelle Überschallflugzeuge, leistungsstarke Flugzeugtriebwerke einschließlich Raketentriebwerke sowie automatische Flugzeugsteuerungen.  

  1948: Bombenflugzeug  EF 140   (Auf der Basis der JUNKERS 287 entwickelt)
1948: Bombenflugzeug EF 140 (Auf der Basis der JUNKERS 287 entwickelt)
 1952: Bombenflugzeug  150 vom Konstruktionsbüro Brunolf Baade
1952: Bombenflugzeug 150 vom Konstruktionsbüro Brunolf Baade

Von den Triebwerksprojekten gingen einige in die Serienproduktion, so das von den JUNKERS-Ingenieuren um Ferdinand Brandner entwickelte Propellerturbinentriebwerk NK-12, das heute noch stärkste Triebwerk seiner Art.

KUSNEZOW  NK-12 M  |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||            KUSNEZOW  NK-12 MP   ( TUPOLEW  Tu-95 MS )
KUSNEZOW NK-12 M ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||| KUSNEZOW NK-12 MP ( TUPOLEW Tu-95 MS )

Trotz der wesentlich besseren Lebensbedingungen der deutschen Spezialisten in der UdSSR gegenüber den meisten deutschen und sowjetischen Menschen in ihrer jeweiligen Heimat, war es ein Einschnitt im Leben mit der ständigen Sorge um das weitere Schicksal. Allerdings dienten die Arbeiten auch als Teil der Wiedergutmachung gegenüber der Sowjetunion, deren Westteil wenige Jahre zuvor Deutsche mit einem Vernichtungskrieg heimgesucht hatten. Fortschrittliche sowjetische Entwicklungen, wie das axiale Turbinenluftstrahltriebwerk S-18 von Archip Michailowitsch Ljulka, mussten während des Zweiten Weltkrieges zu Gunsten kriegswichtiger Produktionen eingestellt werden.

 

1954 kehrten die letzten deutschen Spezialisten in ihre Heimat zurück.

 

Der Vortrag von Dr. Peter Horn ist die Fortsetzung des Themas vom Monat Januar.

Er behandelt die Jahre 1946 bis 1955.

 

Quelle : Dr. Rainer Göpfert / FliegerRevue X Nr. 81

 Der nächste Fliegerstammtisch findet am Sonnabend den 25.04.2020, 14:00 Uhr statt.


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Deutsche Spuren in der sowjetischen Luftfahrtgeschichte Teil II
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Alle Termine für den Fliegerstammtisch 2020

25.01.2020

Deutsche Spuren in der sowjetischen Luftfahrtgeschichte Teil1

Dr. Peter Horn Dresden

 

29.02.2020

Arbeit und Leben als Missionsflieger des „Mission Aviation Fellowship“ (MAF) in Papua-Neuguinea

Mathias Glass Mandy Glass Papua-Neuguinea

 

28.03.2020

Deutsche Spuren in der sowjetischen Luftfahrtgeschichte Teil 2

Dr. Peter Horn Dresden

 

25.04.2020

Der Flugzeugbau in Dresden - Historie-Aufbruch-Tragik

Dipl.-Ing. Konrad Eulitz Dresden

 

16.05.2020

Antoine de Saint-Exupéry – Fliegerlegende und Schriftsteller

Günter Schramm Lichtenstein

 

27.06.2020

Fliegerstammtisch

 

25.07.2020

Kohlendioxid (CO2 ) - Was bewirkt es? Was machen Menschen daraus?

Dr. Anton Althapp Oberschöna

 

22.08.2020

Deutsche Gene- in anderen Ländern und Streitkräften                                                                                                 

Dipl.-Mil. Wolfgang Wehner

 

26.09.2020

Die Junkers F 13 - 100 Jahre Metallflugzeugbau

Detlef Zehrfeld Frankenberg

 

24.10.2020

Das Transportfliegergeschwader 44 der NVA - Ein Rückblick aus der Sicht des technischen Personals

Roland Sperling Bannewitz

 

28.11.2020

Fliegerstammtisch

 

12.12.2020

300. Fliegerstammtisch

Jahresabschlussveranstaltung

Dietmar Hetze Joachim Horschig

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Impressionen vom Fliegerstammtisch

Ausflug zur Hochleistungszentrifuge des Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe in Königsbrück

 

Exkursion zur Firma Ruslan SALIS GmbH am Flughafen Leipzig

Die Erfüllung eines Traumes:

Einmal im Cockpit einer Antonow AN-124 Platz nehmen dürfen! 

Zum 255. Fliegerstammtisch war die Polizeihubschrauberstaffel Sachsen unser Gast.

Dr. Thorid Zierold war Aspirantin für einen Weltraumflug. Ihr Forschungsprojekt, die Urzeitkrebse haben es bereits ins All geschafft.

Mandy und Mathias Glass berichteten über ihre Arbeit für den Missionsflugdienst MAF in Papua-Neuguinea

Winterimpressionen-

Flugzeugmuseum Cämmerswalde zur Weihnachtsveranstaltung 2018

Der  Verein  „ Freunde der IL-14 “ in Berlin-Tempelhof stellte sein Projekt der  Restaurierung des Fotoflugzeuges IL-14 P, Taktische Nummer 422 vor.